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15. Verleihung

... des Deutschen Tierschutzpreises in Berlin:

Pressemeldung

 

22.10.2019

Auszeichnung für engagierte Tierschützer

Der Deutsche Tierschutzbund hat heute in Berlin zum 15. Mal gemeinsam mit den Futtermarken Whiskas und Pedigree sowie den Zeitschriften FUNK UHR und Super TV Menschen und Projekte mit dem Deutschen Tierschutzpreis geehrt. Den 1. Platz belegte die Dogman Tierhilfe aus Leverkusen, gefolgt von dem Projekt „TiNa macht Schule“ des Tierschutzvereins Düsseldorf und Carola Mälzer vom Tierschutzverein Güstrow auf den Plätzen 2 und 3. Tierschützer Bruno Steder aus Niedersachsen, der sich u. a. mit dem Verein DatçaDogs in der Türkei engagiert, wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In der diesjährigen Sonderkategorie „Tiertafeln“ ging der Preis an den Verein Notnasen-Hilfe aus Genthin und die Frankfurter TierTafel. Die Tiernothilfe Nord aus Soltau erhielt den neu ins Leben gerufenen Leserpreis der FUNK UHR und Super TV.

„Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich mit Herz und Verstand und auf verschiedenste Weisen für eine Welt einsetzen, in der jedes Tier ein Individuum mit eigenem Wert sein darf“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Menschen wie unsere Preisträger, die sich leidenschaftlich und selbstlos für den Tierschutz einsetzen, sind die Basis unserer Arbeit. Ohne sie könnte der ehrenamtliche praktische Tierschutz in Deutschland nicht überleben.“

Sängerin Stefanie Hertel, Jurymitglied und Tierschutzbotschafterin des Deutschen Tierschutzbundes, hielt eine Laudatio und steuerte drei Songs zum musikalischen Rahmenprogramm bei – u. a. gemeinsam mit dem Sänger und Gitarristen Lanny Lanner und ihrer Tochter Johanna in der Formation „More than Words“. Auch die junge Band JONAH begeisterte das Publikum mit ihrer Musik. Die Laudationen für den zweiten und dritten Platz hielten Fernsehmoderatorin Vera Int-Veen und Sängerin Dorthe Kollo. Durch den Abend führten Nina Ruge und Jochen Bendel als Moderatorenduo. Weitere prominente Gäste, wie die Sänger*innen Julian David, Mitch Keller, Sarah Jane Scott und Schauspielerin Sarah Tkotsch, verfolgten die Verleihung. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, in deren Ressort die Zuständigkeit „Ehrenamt“ fällt, hielt ein Grußwort und eine Laudatio.

 

Tierrettung, Jugendtierschutz und Katzenhilfe auf den Plätzen 1 bis 3

Über ein Preisgeld von 3.000 Euro für den 1. Platz konnten sich Marcus Barke und sein Team des Vereins Dogman Tierhilfe e.V. aus Leverkusen freuen. Die Tierschützer retten Haus- und Wildtiere aus Notsituationen: von der Ratte, die im Gullideckel feststeckt, bis zum Luchs, der aus dem Tierpark entflohen ist. „Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die anpacken; für die das Leben jedes einzelnen tierischen Wesens denselben Wert hat und die allein deshalb seine Bewahrung als lohnenswert empfinden“, sagte Tierschutzbund-Präsident Schröder in seiner Laudatio. Das Team rückt mit dem Einsatzwagen ehrenamtlich an sieben Tagen die Woche und von morgens bis abends spät – und in akuten Notfällen auch 24 Stunden täglich – aus, wenn ein Tier Hilfe braucht. Mittlerweile hat sich der Verein zu einer festen Größe der Tierrettung im Raum Leverkusen etabliert und agiert sogar als Ansprechpartner für die Feuerwehr oder die Polizei.

Den zweiten Platz, dotiert mit 2.000 Euro, erhielt das Jugendtierschutzprojekt „TiNa macht Schule“ des Tierschutzvereins Düsseldorf. Im Rahmen des Projekts werden spielerisch Begegnungsräume zwischen Kindern und Natur und Tieren geschaffen, indem bei Hofexkursionen Berührungsängste abgebaut werden oder ausgebildete Fachkräfte kostenfrei den Unterricht besuchen, um die Themen Haustiere, Nutztiere und Wildtiere in die Schulen zu tragen. Laudatorin Vera Int-Veen lobte den Beitrag, den das Projekt „für eine empfindsame, verantwortungsbewusste und friedfertige Gesellschaft von morgen leistet“.

Den mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz belegte Tierschützerin Carola Mälzer vom Tierschutzverein Güstrow und Umgebung e.V. „Ohne Menschen wie Carola Mälzer, die aufopferungsvoll jede noch so kleine Lücke ihres Alltags den Tieren widmet, könnte der ehrenamtliche praktische Tierschutz in Deutschland nicht überleben“, betonte Dorthe Kollo in ihrer Laudatio. Die Preisträgerin leitet die vereinseigene Katzenauffangstation mit Herzblut und wirbt und kämpft bei Ämtern und Behörden sowie Bürger*innen für die Kastration von Katzen.

Bruno Steder für tierschützerisches Lebenswerk ausgezeichnet

Den Tierschutzpreis für das Lebenswerk, ebenfalls dotiert mit 1.000 Euro, erhielt Bruno Steder aus Leiferde. Der ehrenamtliche Tierschützer machte sich sowohl beim Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e.V. als auch beim Deutschen Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. verdient. So gelang ihm mit der Schließung des ersten kostendeckenden Fundtiervertrags etwa ein unvergleichlicher politischer Erfolg für die praktische Tierheimarbeit. Im Fokus der Auszeichnung stand aber vor allem der vor knapp 20 Jahren von Bruno Steder und seiner Frau Vera gegründete Verein Datça Dogs – ein Leuchtturmprojekt des Auslandstierschutzes. Steder konnte im türkischen Datça eine große Auffangstation für Hunde und Katzen einrichten und deren unkontrollierte Vermehrung durch Kastrationsaktionen und Öffentlichkeitsarbeit eindämmen. „Tausende Tiere in Deutschland und der Türkei können sich glücklich schätzen, dass Bruno Steder vor über 40 Jahren seinem Herz folgte. Der deutsche Tierschutz wäre ohne ihn nicht derselbe“, so Laudatorin Stefanie Hertel.

Sonderkategorie würdigt Tiertafeln

Mit einer Auszeichnung in der diesjährigen Sonderkategorie „Tiertafeln“ ehrte die Jury in diesem Jahr die Frankfurter TierTafel e.V. sowie den Verein Notnasen-Hilfe aus Genthin. Die Tiertafeln unterstützen bei der Anschaffung von Tierfutter und Zubehör sowie bei anfallenden Tierarztkosten, wenn Tierhalter unverschuldet in finanzielle Not geraten. Bundesministerin Giffey lobte in ihrer Laudatio, dass Tiertafeln helfen, „damit der finanzielle Schicksalsschlag sich nicht auch zu einem Schicksalsschlag für das Tier entwickelt“. Ein „wichtiger Sozialpartner“ müsse so nicht weggegeben werden, sondern sei weiterhin gut versorgt.

Erstmalige Vergabe des Leserpreises

In diesem Jahr haben die Programmzeitschriften FUNK UHR und Super TV erstmals auch ihre Leser über einen Gewinner abstimmen lassen, der ebenfalls 1.000 Euro erhielt. Aus fünf Projekten erhielt die Tiernothilfe Nord e.V. aus Soltau die meisten Stimmen. Der Verein konzentriert sich vor allem auf die Versorgung und Kastration frei lebender Straßenkatzen und leistet Unterstützung für die Tiere von sozial schwachen Menschen und Obdachlosen. „Der Verein hat ein Herz für Streuner. Rund um die Uhr sind die Tierschützer für ihre kleinen Schützlinge da“, lobten die Laudatorinnen der Mediengruppe Klambt, Britta Wolff und Stefanie Heidrich.

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